Mailand Cortina 2026: Viertbeste Winterspiele für Olympic Team Austria

23.02.2026

Schlussfeier (c) ÖÖC GEPA pictures Trinkl
Schlussfeier in Verona

Mit einer Mischung aus Sport, Kunst und Emotion gingen die XXV. Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 am Sonntagabend offiziell zu Ende. Die Schlussfeier in Verona stellte noch einmal die Leistungen der Athleten, die kulturelle Strahlkraft Italiens und den olympischen Geist in den Mittelpunkt. Für Janine Flock und Alessandro Hämmerle wurde der Schluss-Akt zum „Magic Moment“.

Unter dem Motto „Beauty in Action“ fand die Schlussfeier in der geschichtsträchtigen Arena von Verona statt. Die Arena di Verona, offiziell als Verona Olympic Arena geführt, zählt zu den beeindruckendsten Veranstaltungsorten Italiens und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Für Flock war es „Gänsehaut pur, in diese atemberaubende Arena zu gehen und die österreichische Fahne zu tragen. Es ist eine große Ehre. Seit der Eröffnungsfeier 2014 habe ich an keiner Opening- oder Closing-Ceremony mehr teilgenommen. Dass es nun meine erste und zugleich letzte Schlussfeier war, macht diesen Moment zu einem ganz besonderen und zu einem wunderschönen Abschluss meiner Olympia-Reise.“

Am Montag werden Österreichs Medaillengewinner ab 16:30 Uhr bei der Lotterien Medaillenfeier in Innsbruck empfangen und geehrt.

Vor der Haustüre und für die Geschichtsbücher! Das Olympic Team Austria hat bei den XXV. Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 mit 18 Medaillen abgeliefert. Die Ausbeute von fünf Gold-, acht Silber- sowie fünf Bronzemedaillen bedeutet die vierterfolgreichste ÖOC-Bilanz in der Geschichte von Olympischen Winterspielen und nach Abschluss aller Bewerbe Platz neun im Medaillenspiegel. 

„Ich bin wirklich sehr zufrieden. Einerseits mit der Medaillenausbeute, andererseits ist mit Blick auf die zahlreichen Spitzenplätze die enorme Breite des Teams hervorzuheben“, resümiert ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer. Florian Gosch hob neben den starken Leistungen die spürbare Nähe zu Österreich hervor. „Fans, Familien, Freunde – alle haben unsere Sportler unterstützt", sagt der ÖOC-Generalsekretär und fügt hinzu: "Mit 18 Medaillen können wir eine sehr positive Bilanz ziehen.“

Erfolgreicher war Österreich bei Olympischen Winterspielen lediglich in Turin 2006 (23 - 9/7/7), Peking 2022 (18 - 7/7/4) und Albertville 1992 (21 - 6/7/8).  Bemerkenswert ist zudem, dass das ÖOC-Team zum elften Mal in Folge unter den zehn besten Nationen im Medaillenspiegel landet – Platz neun.

Mit vier Medaillen, zwei davon in Gold, avancierte Snowboard zu Österreichs erfolgreichster Sparte in Norditalien. Benjamin Karl krönte sich wie schon in Peking zum Olympiasieger im Parallel-Riesentorlauf und schrieb dabei Geschichte: Mit 40 Jahren und 115 Tagen ist er der älteste Einzel-Olympiasieger bei Olympischen Winterspielen. Snowboardcrosser Alessandro Hämmerle sorgte ebenfalls für seinen zweiten, unvergesslichen Goldmoment unter den fünf Ringen und durfte das Podium mit Jakob Dusek (Bronze) teilen.

Ebenso viermal Edelmetall gab es im Ski Alpin und im Rodeln zu bejubeln. Bei den Alpinen sorgte die Teamkombination für Glanzpunkte: Sensationsgold für Ariane Rädler/Katharina Huber und Silber für Vincent Kriechmayr/Manuel Feller machten das neue Format zu einer rot-weiß-roten Erfolgsgeschichte. Fabio Gstrein holte im Slalom überraschend Silber, während Cornelia Hütter mit Super-G-Bronze einen emotionalen Olympia-Abschied feierte. Ski Alpin bleibt die mit Abstand erfolgreichste Wintersport-Sparte Österreichs und hält nun bei 132 olympischen Medaillen.

Im Eiskanal überzeugte der Rodelverband rund um Routinier Wolfgang Kindl mit vier Medaillen und großer Konstanz. Für einen besonderen Höhepunkt sorgte Janine Flock, die mit dem ersten österreichischen Skeleton-Olympiasieg ihre Karriere krönte. Einen goldenen Moment erlebten auch die Skispringer Jan Hörl und Stephan Embacher im Super-Teambewerb der letzten Chance, nachdem man zuvor bei Damen und Herren ohne Edelmetall geblieben war.

Kombinierer Johannes Lamparter ragte als einziger Triple-Medaillengewinner des ÖOC-Teams heraus. Der Tiroler reiste am Freitag mit zwei Mal Silber und einmal Bronze nach Hause. Versöhnliche Olympia-Kapitel schrieben zudem Snowboarderin Sabine Payer mit Silber bei ihrem verspäteten Debüt sowie Matej Svancer, der sich mit einer historsichen Big-Air-Bronzemedaille im Freeski seinen Medaillentraum erfüllte.

Mailand Cortina 2026 hinterlässt damit eine klare Botschaft: Österreich präsentierte sich als vielseitige Wintersportnation mit herausragenden Sportlern. Vierterfolgreichste Winterspiele der Geschichte, Rang neun im Medaillenspiegel und eine breite Leistungsbasis: Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann und den Blick zuversichtlich Richtung Olympische Winterspiele Französische Alpen 2030 richten lässt.

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