Mailand Cortina 2026: Hörl ist Olympiasieger

17.02.2026

Jan Hoerl und Stephan Embacher (c) ÖOC jfk photography
Jan Hoerl und Stephan Embacher

Salzburg jübelt über Gold: Der Schwarzacher Jan Hörl ist Olympiasieger! Im letzten Skisprung-Bewerb der Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 gibt es für Österreich endlich die erste Medaille. Und die glänzt sogar in Gold. Jan Hörl und Stephan Embacher sind im Super Team eine Klasse für sich und jubeln über den Olympiasieg.

Jan Hörl und Stephan Embacher zeigen im erstmals ausgetragenen Super-Team-Bewerb bei Olympia eine souveräne Leistung und segeln überlegen zum Olympiasieg.

„Ich bin sprachlos. Wir sind heute aufgestanden und hatten so ein gutes Gefühl. Wir haben uns gesagt: Heut greifen wir an! Und wir haben durchgezogen. Dass es uns so aufgeht, ist brutal geil. Wir haben bislang noch keine Medaille geholt, es war sehr zäh bis heute. Jetzt stehen wir hier und können uns die Goldene umhängen - das ist schon geil“, ließ Hörl seinen Gefühlen freien Lauf.

Letztlich ist der Olympiasieg nie in Gefahr, denn Österreich liegt bereits nach Hörls erstem Sprung in Führung, die das rot-weiß-rote Duo in den weiteren Durchgängen nicht mehr abgeben sollte. Im Gegenteil: Es wird sogar eine Machtdemonstration. Hörl/Embacher liegen am Ende, das wetterbedingt schon nach zwei Durchgängen erfolgt, satte 21,4 Punkte vor Polen und 30,7 Punkte vor Norwegen.

„Ich bin sehr erleichtert. Hut ab vor den Jungs! Sie haben eine extrem gute Leistung gebracht. Die letzten eineinhalb Wochen waren nicht so einfach für uns, deshalb freut es mich für das gesamte Team. Letztes Jahr ist alles aufgegangen, alles war easy. Heuer ist es etwas schwieriger. Vor allem die Winterspiele. Wir waren immer knapp dran, haben aber nie eine Medaille geholt. Umso schöner, dass es jetzt zum Abschluss geklappt hat“, jubelte Cheftrainer Andreas Widhölzl.

Eine reife Leistung zeigte vor allem Youngster Stephan Embacher. Der erst 20-Jährige, der bereits beim EYOF 2023 zu Doppel-Gold segelte, behielt in seinen beiden Durchgängen die Nerven und sorgte mit seinem 139-Meter im zweiten Durchgang für die Vorentscheidung. „Stephan ist mit seinen 20 Jahren eine echt coole Socke. Sein zweiter Sprung war genial. Er ist ein geiler Typ“, zollte Hörl seinem Kollegen Respekt.

Embacher brauchte noch etwas, um den Gold-Coup richtig glauben zu können. „Es ist unglaublich. Man träumt als kleines Kind davon, einmal Olympiasieger zu werden. Und jetzt bin ich es, noch dazu mit Jan – das ist einfach genial!“ Damit wiederholen die rot-weiß-roten Adler ihren Team-Triumph von Peking 2022, wenngleich vor vier Jahren noch im Vierer-Team gesprungen wurde.

zurück