FC Red Bull Salzburg: Schlusspfiff für Thomas Letsch
17.02.2026
Daniel Beichler möglicher Nachfolger
Thomas Letsch ist nicht mehr Trainer des FC Red Bull Salzburg. Er wurde – wie es in einem offiziellen Vereinsstatement lautet - „von seinen Aufgaben beim Klub entbunden, er ist ab sofort nicht mehr Cheftrainer des FC Red Bull Salzburg“. Auch Co-Trainer Kai Hesse muss zusammenpacken und wird künftig nicht mehr für den FC Red Bull Salzburg tätig sein.
Auf Grund der Leistungen kommt die Entscheidung nicht überraschend. Bemerkenswert aber, dass der neue Sportdirektor der Bullen – Marcus Mann – bei dessen Amtsantritt Anfang Jänner, mit seinen Aussagen den Eindruck erweckte, dass der Trainer nicht zur Debatte steht. Eigentlich war der Schlusspfiff für Letsch bereits vor der Winterpause erwartet worden. Augenscheinlich und verständlicherweise wollte man die Trainerfrage erst mit dem neuen Sportdirektor klären. Doch für die sportlichen Turbulenzen den Trainer alleine verantwortlich zu machen wäre zu kurz gegriffen. Anzusprechen ist auch die Transferpolitik der Roten Bullen in den letzten Jahren. Karrieren zu ermöglichen, Verkaufserlöse zu erzielen ist im modernen Fußball legitim. Lange hat das einst von Ralf Rangnick als "Ausbildungsverein" bezeichnet Modell gut funktioniert. Die letzte Jahre ging´s nicht auf - der sportliche Preis war, wie man aktuell sieht, ein hoher. International weg von der Bühne, nationales Double noch in Griffweite. Ob es der Trainerwechsel alleine richten kann, wird sich weisen.
Thomas Letsch zu seinem Abschied: „Ich bedanke mich für eine intensive Zeit beim FC Red Bull Salzburg, die nun leider zu Ende geht. Wir sind in einer schwierigen Situation zum Klub gekommen, und auch wenn nicht alles optimal gelaufen ist, übergeben wir eine intakte Mannschaft mit der großen Chance, beide nationalen Titel zu gewinnen. Dafür wünsche ich dem Team sowie dem Klub viel Glück und alles Gute!“
Der Deutsche hatte das Traineramt bei den Roten Bullen mit Jahresanfang 2025 übernommen und die Mannschaft bei insgesamt 56 Matches (Punkteschnitt von 1,55 pro Spiel) betreut. Nach dem 1:1 beim GAK am vergangenen Sonntag geht seine Zeit in Salzburg nunmehr zu Ende.
Sportdirektor Marcus Mann „In den ersten sechs Wochen meiner Tätigkeit habe ich mir einen umfassenden Überblick über die sportlichen Leistungen sowie die Entwicklungen der vergangenen zwölf Monate verschafft. Nach sorgfältiger Analyse bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass für den FC Red Bull Salzburg neue Impulse erforderlich sind. Wir danken Thomas Letsch für seine engagierte Arbeit und seinen Einsatz für unseren Klub und wünschen ihm alles Gute! Momentan bereiten wir die Nachfolgelösung vor und werden diese wohl auch zeitnah verkünden.“
Nun sind natürlich die Spekulationen um die Nachfolge eröffent: Am heimischen Markt verfügbar: Markus Schopp oder Zoran Barisic – eine Verpflichtung wäre aber eine Riesenüberaschung. Bo Henriksen - 51 jähriger Däne (zuletzt bei Mainz unter Vertrag und dabei für Furore in der Conference League gesorgt) wäre ein Kandidat. Ebenso sein Landsmann Bo Svensson, zuletzt bei Union Berlin unter Vertrag. Die beiden würden ins Profil der internationalen Quälitätsanspruche der Bullen passen. Wahrscheinlichste Variante: Daniel Beichler - Trainer des FC Liefering und somit das perfekte Naheverhältnis zum Dosenimperium. In der Vergangenheit war es schon wiederholt die Trainer des FC Liefering die als Feuerwehrler einspringen durften, wenn es am Trainerstuhl gebrannt hatte …

